Financial trading setup showing multiple stock chart screens on a dark modern desk with analytical line graphs
Financial trading setup showing multiple stock chart screens on a dark modern desk with analytical line graphs
Jeden Sonntag neu

Wochenausblick Finanzmärkte & Börse

Kompakte Marktanalysen, bevorstehende Wirtschaftstermine und konkrete Aktien-Trends rechtzeitig vor dem Börsenstart am Montag.

Verpassen Sie nicht unsere 5 Aktien auf der Beobachtungsliste, Aktien mit erhöhtem Risiko und unsere übersichtliche Marktampel.

KK Value Invest - Wochenkompass

Anlegerbrief für die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026

Datenstand: 27. September 2026

Das wichtigste Signal der Woche

Die kommende Börsenwoche wird zu einem Belastungstest für die Erwartungen an die US-Geldpolitik. Am Mittwoch erscheinen der PCE-Preisindex und neue Konsumdaten, am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht. Dazwischen liefern JOLTS, ADP und der ISM-Einkaufsmanagerindex weitere Hinweise auf Konjunktur und Inflation.

Das ist besonders relevant, weil die US-Notenbank ihren Leitzins erst am 16. September auf 3,75 bis 4,00 % angehoben hat. Gleichzeitig erreichten die Renditen langfristiger Staatsanleihen neue Mehrjahreshochs. Der jüngste Rückgang des Ölpreises brachte zwar Entlastung, beseitigte das Inflationsrisiko jedoch nicht. Home

Das entscheidende Risiko: Fallen Arbeitsmarkt und Konsum erneut robust aus, könnten die Märkte zusätzliche Zinserhöhungen einpreisen. Für hoch bewertete Aktien wäre das belastender als für Unternehmen mit solider Bilanz, verlässlichem freien Cashflow und moderater Bewertung.

Marktampel von KK Value Invest

Bereich Einschätzung Risiko

US-Zinsentwicklung 🔴 Deutlich Belastend 9/10

Inflation und Energie 🔴 Weiter Kritisch 9/10

US-Aktienbewertungen 🟠Anspruchsvoll 8/10

Europäische Konjunktur 🟠Schwach und

unheinheitlich 7/10

Unternehmensgewinne 🟡 überwiegend robust 6/10

Staatsfinanzen Europa 🔴 Zunehmendes Risiko 8/10

Geopolitik 🔴 Sehr angespannt 9/10

Chancen für

Value-Investoren 🟢 Selektiv vorhanden 7/10

Gesamtbild: 🔴🟡 Gelb-Rot

1. US-Inflation und Arbeitsmarkt entscheiden über den nächsten Zinsschritt

Was ist passiert?

Die Federal Reserve erhöhte den Leitzinskorridor im September um 0,25 Prozentpunkte. Ausschlaggebend waren nicht nur die Energiepreise, sondern zunehmend auch ein robuster Konsum und breiterer Preisdruck.

Im Juli lag der PCE-Preisindex 3,7 % über dem Vorjahresniveau. Zugleich stieg die US-Beschäftigung im August um 162.000 Stellen. In der kommenden Woche erscheinen:

- Dienstag: JOLTS-Stellenangebote

- Mittwoch: ADP-Arbeitsmarktbericht und PCE-Preisindex

- Donnerstag: ISM-Industrieindex

- Freitag: offizieller US-Arbeitsmarktbericht für September

Die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts ist vom Bureau of Labor Statistics für den 2. Oktober bestätigt. bea.gov

Warum ist das wichtig?

Starke Beschäftigung und hohe Inflation würden der Fed Spielraum für eine weitere Zinserhöhung geben. Eine überraschend schwache Beschäftigungsentwicklung könnte dagegen Rezessionssorgen auslösen. Für Aktien wäre ein gemäßigtes Bild am günstigsten: abnehmender Preisdruck ohne deutlichen Konjunktureinbruch.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Besonders zinssensibel: Immobilien, Versorger, Telekommunikation und hoch verschuldete Wachstumsunternehmen

- Mögliche Profiteure höherer Zinsen: Banken und Versicherer

- Vom Konsum abhängig: Einzelhandel, Freizeit, Gastronomie und Automobilindustrie

- Bewertungsanfällig: Technologieaktien mit weit in der Zukunft liegenden Gewinnerwartungen

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Die Bilanzanalyse sollte Vorrang vor kurzfristigen Konjunkturprognosen haben. Wichtig sind Nettoverschuldung, Zinsdeckungsgrad, Fälligkeit der Schulden und die Fähigkeit, auch bei höheren Kapitalkosten freien Cashflow zu erwirtschaften.

KK Value Faktor: Steigende Diskontierungszinsen erfordern eine größere Sicherheitsmarge.

2. Der Ölpreis fällt – das Energieproblem ist aber nicht gelöst

Was ist passiert?

Brent- und WTI-Öl gaben am Freitag deutlich nach. Auslöser waren Hoffnungen auf einen schrittweisen Weg aus dem Konflikt zwischen den USA und Iran sowie eine mögliche Normalisierung der Transporte durch die Straße von Hormus. Die Lieferungen durch die Meerenge bewegten sich zuletzt ungefähr auf dem Niveau der Vorwoche.

Trotzdem bleiben Angriffe auf saudische Energieanlagen und die hohen Dieselpreise erhebliche Risiken. MarketScreener

Warum ist das wichtig?

Ein nachhaltiger Rückgang des Ölpreises würde Transportkosten, Inflationserwartungen und Anleiherenditen entlasten. Eine erneute Eskalation könnte dagegen sofort höhere Produktions- und Logistikkosten auslösen.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Begünstigt bei hohen Ölpreisen: Ölproduzenten, Raffinerien und Energiedienstleister

- Belastet: Logistik, Fluggesellschaften, Chemie, Landwirtschaft und Einzelhandel

- Indirekt betroffen: Konsumgüterhersteller, deren Kunden durch hohe Kraftstoffpreise weniger frei verfügbares Einkommen haben

- Zyklisch anfällig: Automobilhersteller und Zulieferer

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Bei Energieunternehmen sollten Gewinne nicht auf Basis eines dauerhaft außergewöhnlich hohen Ölpreises bewertet werden. Bei Industrie- und Konsumunternehmen ist entscheidend, wie schnell höhere Kosten weitergegeben werden können.

KK Value Faktor: Preissetzungsmacht ist wertvoller als kurzfristiges Umsatzwachstum.

3. Die KI-Rally trägt den Markt – und erhöht die Konzentrationsrisiken

Was ist passiert?

Technologie- und KI-Aktien führten die US-Märkte erneut an. Der Nasdaq erreichte zwischenzeitlich ein Rekordniveau. Besonders auffällig war AMD: Die Aktie stieg in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch, und der Börsenwert überschritt erstmals eine Billion US-Dollar. Seit Jahresbeginn hatte sich der Kurs zu diesem Zeitpunkt um rund 185 % erhöht.

Am Freitag schlossen der S&P 500 und der Nasdaq nochmals jeweils ungefähr 0,5 % höher. reuters.com

Warum ist das wichtig?

Die Gewinne des Gesamtmarktes hängen weiterhin stark von wenigen großen Technologieunternehmen ab. Solange deren Gewinne schnell wachsen, kann diese Konzentration funktionieren. Enttäuschungen bei Auftragseingang, Margen oder Investitionen könnten jedoch überproportionale Indexbewegungen auslösen.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Halbleiter: AMD, Nvidia, Micron und Broadcom

- Cloud- und Rechenzentrumsanbieter

- Netzwerktechnik, Speicher und Kühlung

- Energieversorger für Rechenzentren

- Software- und Beratungsunternehmen mit KI-Schwerpunkt

Was bedeutet das für Value-Investoren?

KI ist ein realer struktureller Wachstumstrend. Trotzdem müssen Investitionsausgaben später in steigende freie Cashflows umgewandelt werden. Ein hervorragendes Unternehmen kann bei einem zu hohen Einstiegspreis dennoch eine schwache Rendite liefern.

KK Value Faktor: Wachstum anerkennen, aber Zukunftserwartungen nicht doppelt bezahlen.

4. Der Trump-Xi-Gipfel bringt Zeitgewinn, aber keine grundlegende Lösung

Was ist passiert?

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping endete ohne größere Fortschritte bei Handel, künstlicher Intelligenz, Taiwan oder dem Iran-Konflikt. Als konkretes Ergebnis wurde der bestehende Handelsfrieden, der im November ausgelaufen wäre, um zwei Monate verlängert. MarketScreener

Warum ist das wichtig?

Die Verlängerung senkt kurzfristig das Risiko einer neuen Zollspirale. Sie löst jedoch weder die Beschränkungen im Halbleiterbereich noch die Abhängigkeit westlicher Unternehmen von chinesischen Lieferketten und Absatzmärkten.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Halbleiter und Technologieausrüstung

- Automobilhersteller und Zulieferer

- Maschinenbau und Luftfahrt

- Landwirtschaft

- Rohstoff- und Bergbauunternehmen

- Internationale Konsum- und Luxusgüterhersteller

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Ein diplomatischer Zeitgewinn sollte nicht mit einer dauerhaften Entspannung verwechselt werden. Unternehmen mit starkem China-Geschäft benötigen weiterhin einen Risikoabschlag. Lieferkettenbreite und geografische Diversifikation gehören inzwischen zur Bilanzqualität im weiteren Sinne.

KK Value Faktor: Politische Stabilität ist kein dauerhafter Cashflow – Diversifikation bleibt entscheidend.

5. Costco zeigt die Stärke eines guten Geschäftsmodells

Was ist passiert?

Costco steigerte den Quartalsumsatz um 11,2 % auf 93,9 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtumsatz einschließlich Mitgliedsbeiträgen erreichte 95,7 Milliarden US-Dollar. Der Quartalsgewinn erhöhte sich von 2,61 auf knapp 3,0 Milliarden US-Dollar.

Die digital unterstützten Verkäufe stiegen um 19,5 %. Allerdings enthielt der Gewinn einen einmaligen positiven Effekt aus Zollerstattungen von 0,15 US-Dollar je Aktie. investor.costco.com

Warum ist das wichtig?

Costco demonstriert, wie ein starkes Kundenversprechen, hohe Wiederkaufsraten und Mitgliedsgebühren ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell schaffen. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass Verbraucher in einem inflationären Umfeld stärker auf Preisvorteile achten.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Lebensmittel- und Einzelhändler

- Discounter und Warenhausketten

- Konsumgüterhersteller

- Zahlungsdienstleister und Logistikunternehmen

- Wettbewerber wie Walmart und Target

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Die Unternehmensqualität ist hoch, doch Qualität und Bewertung müssen getrennt betrachtet werden. Einmalige Zollerträge sollten aus der nachhaltigen Ertragskraft herausgerechnet werden. Entscheidend ist, wie schnell Mitgliedsbeiträge, operativer Cashflow und Gewinn je Aktie langfristig wachsen.

KK Value Faktor: Ein ausgezeichnetes Geschäftsmodell rechtfertigt einen Aufschlag – aber nicht jeden Preis.

6. Europas Inflation bleibt hoch, während Frankreichs Schuldenrisiko steigt

Was ist passiert?

Die Inflation im Euroraum lag im August bei 3,2 %. Die erste Schätzung für September wird am Freitag veröffentlicht. In Deutschland betrug die August-Inflation 2,9 %; vorläufige September-Daten werden bereits zur Wochenmitte erwartet. Eurostat

Parallel verschärfte sich die Lage am französischen Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen erreichte etwa 4,7 %. Der Renditeabstand zu deutschen Bundesanleihen stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit 2012. Der französische Notenbankchef warnte davor, auf eine Rettung durch die EZB zu vertrauen. MarketScreener

Warum ist das wichtig?

Europa steht vor einer schwierigen Kombination aus hoher Inflation, schwachem Wachstum und angespannten Staatsfinanzen. Höhere Finanzierungskosten könnten Investitionen bremsen und den Spielraum der Regierungen einschränken.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Französische Banken und Versicherer

- Bau-, Infrastruktur- und Immobilienunternehmen

- Versorger und Telekommunikationskonzerne

- Unternehmen mit hohem staatlichem Auftragsanteil

- Europäische Unternehmen mit großer Nettoverschuldung

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnisse bei Banken oder Versorgern sind allein kein ausreichendes Kaufargument. Staatsanleiherisiken, Refinanzierungskosten und wirtschaftliche Abhängigkeit vom Heimatmarkt müssen mitbewertet werden.

KK Value Faktor: Ein niedriger Multiplikator kann ein Risiko widerspiegeln und muss nicht automatisch Unterbewertung bedeuten.

7. Micron, Accenture und Nike liefern drei wichtige Unternehmenstests

Was ist passiert?

In der kommenden Woche berichten mehrere Unternehmen, die unterschiedliche Teile der Wirtschaft abbilden:

- Micron Technology: Speicherchips, KI-Infrastruktur und Entwicklung der Speicherpreise

- Accenture: IT-Budgets, Unternehmensberatung und Monetarisierung von KI-Projekten

- Nike: Konsumnachfrage, China-Geschäft, Lagerbestände und Fortschritte beim Konzernumbau

Nike hat seine Zahlen für Donnerstag nach US-Börsenschluss bestätigt. Accenture berichtet am selben Tag vor Handelsbeginn. Microns Bericht wird für Mittwoch erwartet. investors.nike.com

Warum ist das wichtig?

Diese drei Berichte beantworten unterschiedliche Kernfragen:

- Hält der Investitionsboom bei KI-Hardware an?

- Werden KI-Projekte zu profitablen Beratungsaufträgen?

- Wie belastbar ist der internationale Konsum?

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Halbleiter- und Speicherhersteller

- IT-Beratung und Unternehmenssoftware

- Sportartikelhersteller und Einzelhandel

- Rechenzentren und Cloudanbieter

- Internationale Konsumgüterunternehmen

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Nicht nur Umsatzwachstum, sondern dessen Qualität ist entscheidend. Bei Micron sind Zyklik und Investitionsbedarf wichtig, bei Accenture Auftragseingang und freier Cashflow, bei Nike Bruttomarge, Lagerbestand und nachhaltiges Umsatzwachstum.

KK Value Faktor: Gewinnqualität und Kapitalrendite sind wichtiger als eine einzelne überraschend gute Quartalszahl.

8. Die weltweite Zinspolitik bleibt restriktiv

Was ist passiert?

Nach den jüngsten Zinserhöhungen in den USA, der Eurozone und Japan richtet sich der Blick am Dienstag auf die australische Zentralbank. Die Reserve Bank of Australia entscheidet am 29. September über ihren Leitzins. Ihre Präsidentin verwies zuletzt ausdrücklich auf zunehmende Inflationsrisiken durch hohe Energiepreise und eine weiterhin robuste Nachfrage. RBA

Warum ist das wichtig?

Die erneute Straffung mehrerer Zentralbanken zeigt, dass der weltweite Zinssenkungszyklus vorerst beendet sein könnte. Das verändert die relativen Bewertungen von Aktien, Anleihen und Immobilien.

Welche Aktien und Branchen sind betroffen?

- Banken und Versicherungen

- Immobiliengesellschaften

- Infrastruktur- und Versorgungsunternehmen

- Hoch verschuldete Beteiligungsgesellschaften

- Unternehmen mit umfangreichen Aktienoptionsprogrammen und geringem aktuellem Cashflow

Was bedeutet das für Value-Investoren?

Bewertungsmodelle sollten nicht mehr mit den extrem niedrigen Kapitalkosten früherer Jahre arbeiten. Ein höherer risikofreier Zinssatz reduziert den heutigen Wert weit entfernter Gewinne.

KK Value Faktor: Der faire Wert muss mit realistischen Kapitalkosten berechnet werden.

Fünf Aktien für die Beobachtungsliste

Drei Aktien mit erhöhtem Bewertungsrisiko

1. AMD

Der Börsenwert hat erstmals eine Billion US-Dollar überschritten. Nach dem starken Kursanstieg müssen Umsatz, Margen und Marktanteile außergewöhnlich schnell wachsen, um die Erwartungen dauerhaft zu erfüllen.

2. Micron Technology

Das Unternehmen profitiert von knappen Speicherkapazitäten und KI-Nachfrage. Speicherchips bleiben jedoch ein zyklisches Geschäft. Hohe Gewinne in einer Phase knappen Angebots dürfen nicht unbegrenzt fortgeschrieben werden.

3. Costco Wholesale

Costco besitzt ein hervorragendes Geschäftsmodell, doch der Aktienkurs berücksichtigt bereits viel zukünftiges Wachstum. Die jüngsten Zahlen waren stark, enthielten aber auch einen einmaligen positiven Effekt aus Zollerstattungen.

Erhöhtes Bewertungsrisiko bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen schlecht ist oder der Aktienkurs unmittelbar fallen muss. Es bedeutet, dass die Sicherheitsmarge bei einer Enttäuschung geringer ist.

Der Börsenkalender der kommenden Woche

Tag Wichtige Termine

Montag, 28. September: Vergleichsweise ruhiger Konjunkturtag; Beginn des Quartalsendes und mögliche Umschichtungen institutioneller Anleger

Dienstag, 29. September: US-JOLTS-Stellenangebote; deutsche Inflationsdaten; Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia; Zahlen unter anderem von Carnival und CarMax

Mittwoch, 30. September: US-PCE-Preisindex, persönliches Einkommen und Konsumausgaben; ADP-Arbeitsmarktbericht; endgültiges US-BIP für das zweite Quartal; Zahlen von Micron, Conagra, Jabil, FactSet, Cal-Maine Foods und Progress Software

Donnerstag, 01. Oktober: US-ISM-Industrieindex und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe; Zahlen von Accenture vor Börsenbeginn und Nike nach Börsenschluss

Freitag, 02. Oktober: Offizieller US-Arbeitsmarktbericht für September; vorläufige Inflationsrate der Eurozone für September

Die Termine für den US-Arbeitsmarktbericht, den PCE-Bericht und die Eurozonen-Inflation sind von den zuständigen Statistikbehörden bestätigt.

Fazit für Value-Investoren

Die Aktienmärkte werden weiterhin von starken Gewinnerwartungen im Technologiesektor getragen. Gleichzeitig steigen jedoch die Diskontierungszinsen, Energiepreise bleiben ein geopolitisches Risiko und Europas Staatsfinanzen geraten stärker in den Blickpunkt.

Für die kommende Woche bedeutet das:

  • Käufe weiterhin auf mehrere Tranchen verteilen

  • Bei hoch bewerteten Aktien eine größere Sicherheitsmarge verlangen

  • Einmaleffekte aus Quartalsgewinnen herausrechnen

  • Freien Cashflow stärker gewichten als bereinigte Ergebniskennzahlen

  • Schuldenlaufzeiten und Zinsdeckungsgrad überprüfen

  • Unternehmen mit Preissetzungsmacht und wiederkehrenden Einnahmen bevorzugen

  • Auf die Reaktion des Anleihemarktes ebenso achten wie auf die Aktienindizes

Das aktuelle Umfeld bietet Chancen, belohnt aber keine Nachlässigkeit. Gute Unternehmen bleiben interessant – entscheidend ist, ob Unternehmensqualität, Bilanz und Kaufpreis zusammenpassen.

Hinweis: Dieser Wochenkompass dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt weder eine individuelle Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Aktien, Anleihen, Rohstoffe und andere Finanzinstrumente unterliegen Kurs-, Zins-, Währungs- und Verlustrisiken.

info@kk-valueinvest.de

+49 174 3167497

© 2026. All rights reserved.

auf Social Media:

Kontakt:

Newsletter abonnieren: